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Head of Corporate Development/Chief Digital Officer, FIBRO
Markus Knaup IM INTERVIEW

Was ist Ihre Aufgabe?

Meine Aufgabe hier liegt im Spannungsfeld zwischen Mensch, Organisation und Technik. Ich bin zuständig für die Unternehmensentwicklung und Digitalisierung bei FIBRO.

Was reizt Sie an Ihrer Arbeit?

Was reizt mich? Also, dieses Spannungsfeld, von dem ich eben sprach, insbesondere wenn man jetzt über das Thema Digitalisierung nachdenkt oder sich Lösungen überlegt, betrachte ich nicht nur eine Technologie als solche, sondern ich habe im Bereich Digitalisierung den Menschen, der von solchen Prozessen betroffen ist. Ich habe organisatorische Fragestellungen und natürlich als Drittes die Technologie. Und genau in diesem Spannungsfeld Lösungen zu finden, das ist das, was mich unheimlich begeistert.

Was ist Industrie 4.0?

Was ist Industrie 4.0? Wie kann ich als Unternehmen ein Thema umreißen, wie kann ich damit beginnen? Das ist unglaublich spannend. Eine konkrete Definition gibt es leider nicht. Es gibt aber eine Geschichte zu diesem Thema, und Industrie 4.0 selbst ist zunächst eine deutsche Erfindung, nicht etwas, was so aus dem internationalen Umfeld kommt. International, und da ist für mich für die Definition ganz wichtig, reden wir von IoT, Internet of Things. Das sagt schon ein bisschen konkreter, dass es eigentlich darum geht, wie Dinge, Devices, eine Uhr, eine Smartwatch, mit dem Internet kommunizieren können, um zum Beispiel Prozesse effizienter zu gestalten. Wie kann ich also verschiedene Technologien benutzen, um Prozesse effizienter zu gestalten und neue Produktnutzen zu entwickeln. Das ist für mich das Thema IoT, Smart Devices. Wie kann ich diese Technologie nutzen, um letztendlich dem Kunden einen Mehrwert zu generieren?

Stichwort Industrie 4.0 bzw. Digitalisierung, inwiefern haben Sie damit Berührungspunkte im täglichen Arbeitsalltag?

Wir haben im Bereich Digitalisierung mehrere Projekte laufen. Eines hier am Standort, in Weinsberg. Wir reden davon, dass wir einen intelligenten Rundtisch aufbauen. Dabei geht es darum, dass wir bestimmte Parameter sensorisch erfassen und intelligent auswerten. Dieses Gesamtsystem wird von uns konzipiert und entwickelt und als ein Produkt zum Rundtisch dazugehörig dem Kunden angeboten. Im Bereich der Normalien arbeiten wir an einem weiteren Projekt, bei dem es darum geht, den Druck bzw. die Temperatur einer Gasdruckfeder intelligent zu erfassen und dann an Fremd- oder weitere Systeme zu übermitteln. Das sind zwei Projekte, die wir gerade in dem Bereich bearbeiten.

Welche Vorteile hat es, Teil der LÄPPLE Gruppe zu sein?

Wenn man sich die verschiedenen Firmen der LÄPPLE Gruppe anschaut, haben wir eine große Diversifizierung an Technologien. Das ist, denke ich, ein ganz großer Vorteil. Wir bedienen die Automatisierung, die Normalien, also sowohl Standardteile als auch Rundtische. Dadurch haben wir eine ziemlich große Bandbreite, und ich kann jetzt aus verschiedenen Bereichen gesamte Prozessketten zusammensetzen und auch das Wissen aus so einem großen Umfeld technologisch generieren.

Stichwort Digitalisierung, wohin wird die Reise in Zukunft gehen, was wird es Spannendes in Zukunft geben?

Was mich unheimlich fasziniert, sind die Möglichkeiten, die wir im Bereich der Digitalisierung haben, wenn wir die Technologien gewinnbringend nutzen können. Wir haben einfach festgestellt, dass die Lösungen, die wir anbieten, Kunden begeistern. In dem Moment, in dem man sieht, dass das, was man macht, auch den Kunden begeistert, dann ist das natürlich ein Riesenlob, weil man sieht, das, was ich tue, findet Akzeptanz und Interesse am Markt. Damit können wir uns am Ende selber am Leben erhalten und gewinnen daraus dann unsere Begeisterung.