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AUSBILDER, LÄPPLE Aus- und Weiterbildung
ANDREAS BEER IM INTERVIEW

Können Sie kurz Ihren beruflichen Werdegang beschreiben?

Meine Laufbahn begann bereits vor 22 Jahren, damals noch bei LÄPPLE direkt. Ich war dort im Rohbau als Meister eingesetzt. 2006 bewarb ich mich auf eine Ausschreibung als Ausbilder für Metallberufe. Das hat geklappt, und seit elf Jahren bin ich jetzt hier in der Werkstatt.

Können Sie uns Ihren Arbeitsalltag ein bisschen beschreiben?

Jeder Arbeitstag ist individuell. Es gibt keinen klassischen Ablauf. Morgens 7.15 Uhr beginnen wir den Arbeitstag mit der Grundausbildung. Ich unterrichte die Jugendlichen, zeige ihnen die Arbeit vor Ort und kontrolliere ihre Fortschritte. Ich weise sie in Maschinen und beim Schweißen ein. Jeder Tag bringt neue Abwechslung.

Was ist Ihnen besonders wichtig bei einem Azubi?

Jeder Auszubildende sollte für den Beruf Ehrgeiz mitbringen. Es sollte ihm klar sein, dass er sich diesen Beruf ausgesucht hat. Sie sollten schon motiviert sein, hier etwas zu lernen. Und Teamarbeit ist bei uns ganz wichtig. Darauf legen wir großen Wert.

Wie wichtig ist die Ausbildung direkt an den Maschinen?

Die Ausbildung mit modernen Maschinen nimmt bei uns einen großen Stellenwert ein. In meinen Bereich fällt vor allem die Roboterausbildung. Das ist sehr wichtig, denn die Maschinen sind fester Bestandteil im Berufsalltag bei LÄPPLE, und am Ende der Lehre sollen die Azubis wissen, wie sie mit ihnen umzugehen haben.

Inwiefern haben sich die Azubis über die Jahre verändert?

Vor zehn Jahren gab es noch mehr Praktiker unter den Auszubildenden. Heutzutage müssen die meisten die einzelnen Arbeiten erst lernen, zu Hause spielt Handwerkliches kaum noch eine Rolle. Wir können nicht mehr wie früher auf handwerkliches Grundwissen, wie Sägen oder Bohren, aufbauen. Aber um das weiterzugeben, dafür sind wir da.

Wo sehen Sie die größten Veränderungen, seit Sie bei LÄPPLE sind?

Technisch hat sich in den vergangenen zehn Jahren sehr viel getan. Alles ist digitalisierter, ohne Computer ist kaum noch etwas denkbar.

Die Zeit bleibt nicht stehen, also darf ich das auch nicht. Als Ausbilder gehe ich regelmäßig auf Lehrgänge, um die neueste Technologie am Markt zu kennen, damit ich das auch den Lehrlingen weitergeben kann. Es wird immer etwas Neues hinzukommen.

Was motiviert Sie an Ihrer Arbeit?

Mich motiviert es, dass ich junge Menschen mit meinem Wissen und meinen Fertigkeiten weiterbringen kann. Es macht mir Freude zu sehen, wie sie sich allein in vier Wochen weiterentwickeln. Es macht mich stolz, wenn jemand nach der Ausbildung zu mir kommt und erzählt, dass er jetzt einen Meisterlehrgang macht. Auch über die Mädchen, die diese Ausbildung durchlaufen, freue ich mich, wenn sie erfolgreich in ihrem Job sind.

Gibt es etwas, das Sie noch gerne sagen möchten?

Wir sind immer wieder darauf stolz, wenn wir sehen, was aus den jungen Menschen im Verlauf ihrer Lehre bei uns wird. Den einen oder die andere treffen wir außerhalb des Werks, denn wir sind hier in einem Städtedreieck, und da läuft man sich immer wieder über den Weg. Dann sehen wir, was aus ihnen geworden ist, dass wir sie auf den richtigen Weg gebracht haben. Das macht mich sehr stolz.