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ROBOTERPROGRAMMIERER, FLT
RENE SCHÄFER IM INTERVIEW

Wie verlief Ihr Werdegang bisher?

Ich habe mein Fachabitur gemacht, dann ein Studium begonnen. Danach habe ich Mechatronik mit dem Schwerpunkt Informations- und Automatisierungstechnik studiert und bin im November 2013, direkt nach meinem Studium, zu FLT gekommen.

Worin besteht Ihre tagtägliche Arbeit?

Es gibt keinen typischen Tagesablauf, das Tätigkeitsfeld ist sehr vielfältig. Ich erstelle Konzepte und Abläufe oder werte technische Komponenten aus, die für eine Anwendung geeignet sind. Später in einem Projekt gibt es dann die virtuelle Inbetriebnahme am Rechner, bei der die Programmierungen getestet werden.

Je nach Projektgröße arbeite ich in einem Team, manchmal auch alleine.

Könnten Sie sich vorstellen, in einem nichttechnischen Beruf zu arbeiten?

Ich kann mir nicht vorstellen, in einem nichttechnischen Beruf zu arbeiten. Einfach weil mein Beruf vielfältig und interessant ist. Wenn ich die Bewegung, die Dynamik von einem Robotersystem sehe, dann finde ich das sehr faszinierend. Noch mehr ist es das, wenn eine Anlage genau das tut, was ich will, dann bin ich am Ende des Tages sehr stolz auf meine Arbeit.

Was wäre, wenn es den Bereich Automatisierung nicht geben würde?

Es wäre sehr viel schwieriger für die Menschheit, wenn es den Bereich Automatisierung nicht geben würde. Die Menschen müssten viel mehr wieder mit der Hand erledigen. Die Automatisierung unterstützt vor allem im täglichen Arbeitsumfeld und bietet dadurch viele Vorteile.

Sie haben gesagt, Sie sind zuständig für die Inbetriebnahme von Robotern, was genau beinhaltet das?

Wir erhalten die Konzepte, wie das Endprodukt auszusehen hat, und entwickeln drum herum die Anlage. Wir nehmen sie in Betrieb und betreuen sie bis zur Endabnahme. Wir arbeiten ein Konzept aus, und das schließen wir mit einer erfolgreichen Inbetriebnahme ab.

Welche Themen sind in Ihrem Bereich gerade aktuell und zukunftsrelevant?

Das Thema Industrie 4.0, das heißt die Vernetzung von Anlagen, spielt jetzt bereits eine große Rolle und wird in Zukunft noch an Wichtigkeit gewinnen. Um im Bereich Industrie 4.0 an der Spitze zu bleiben, müssen wir möglichst viele Daten der Anlagen sammeln, um diese bestmöglich analysieren zu können. Dafür müssen wir die Erwartungen kennen und erkennen, wo die Qualität möglicherweise nachlässt und verbessert werden muss. Das ist unser Ziel, das wir unseren Kunden nahebringen wollen.

Was sind die Vorteile einer virtuellen Inbetriebnahme?

Das Thema virtuelle Inbetriebnahme ist für uns von großer Bedeutung. Für unsere Kollegen auf der Baustelle bedeutet das ein sicheres Gefühl, wenn die Anlage zuvor schon komplett virtuell durchgetestet wurde. Es gibt einfach nicht mehr so viele offene Fragen, und die Anlage kann schnellstmöglich in Betrieb genommen und damit der Auftrag abgeschlossen werden.

Welche Vorteile hat es, Teil der LÄPPLE Gruppe zu sein?

Das Besondere an der LÄPPLE Gruppe ist, dass wir sowohl den Anlagenlieferanten als auch den Komponentenlieferanten in der Gruppe haben. Das bietet viele Vorteile, weil die Kompetenzen in allen Bereichen vorhanden sind und auch von Bereich zu Bereich weitergegeben werden. So lernen wir eine Menge im Hinblick auf die Optimierung unserer Anlagen.